FAIRburg gratuliert dem neu gewählte Migrant_innen-Beirat von Freiburg. Wir wünschen uns eine aktive politische Beteiligung für die Belange von Migrant_innen für die Stadtgesellschaft und freuen uns auf eine enge Kooperation in den kommenden Jahren.

Der Vorstand

 

15 Frauen und 4 Männer: Freiburgs Beirat für Migrantinnen und Migranten erhält ein ganz neues Gesicht

EBM von Kirchbach hat heute die Ergebnisse der Wahl vom Sonntag vorgestellt

Stimmenköniginnen wurden Miglena Hristozova, Thelma Basil und Cristabel Durán Rangel

Miglena Hristozova, Thelma Basil, Cristabel Durán Rangel, Lama Sijare, Sofia Alemann, Kirstie Angstmann, Helena Domme, Olena Neumann, Jascha Andrew Hilkowitz, Lin Yin, Claire Désenfant, Mariana Vargas Ustares, Dianela Arroyo Fernández, Fedoua Hamman, Lúcia Rolim-Schulz, Nikoleta Wittmer, Ralph Ucheh, Ali Sari und Ardawan Abdi – das sind die 15 Frauen und 4 Männer, die Freiburgs Migrantinnen und Migranten künftig im Beirat vertreten werden.

Dies ist das Ergebnis der Beiratswahl, die vorgestern, am Sonntag, 13. Dezember, unter erschwerten Bedingungen stattfand. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie war der ursprünglich auf den 24. Mai 2020 festgesetzte Wahltermin abgesagt worden, um allen potentiellen Kandidierenden die Kandidatur zu ermöglichen – der Lockdown hätte dies verhindert.

Bei der Vorstellung der Wahlergebnisse betonte Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach heute: „Viele Städte haben einen Beirat, aber nur die wenigsten lassen ihn wählen. Freiburg geht hier seit 33 Jahren einen anderen Weg und hält bis heute an der Urwahl dieses gemeinderätlichen Gremiums fest. Seine demokratische Legitimation ist ein hohes Gut. Uns ist wichtig, dass jede und jeder mit Interesse an einer Kandidatur sich dem fairen demokratischen Wettbewerb mit anderen stellen kann.“

52 Kandidierende hatten sich um die 19 Sitze beworben, das waren deutlich mehr als bei der Vorgängerwahl 2015. Damals standen 28 Freiburgerinnen und Freiburger auf dem Stimmzettel.

31.485 Personen waren wahlberechtigt, so viele wie noch nie. Fünf Jahre zuvor lag diese Zahl noch bei 26.670; das waren 4815 weniger als diesmal.

Ein neuer Rekord war auch bei der Zahl der Wähler zu verzeichnen. Mit 2080 haben fast dreimal so viele Wahlberechtigte an der Wahl teilgenommen als 2005. Die Wahlbeteiligung betrug 6,6 Prozent und lag damit mehr als doppelt so hoch als bei der Vorgängerwahl, obwohl noch am Vortag der Wahl weitere Kontaktbeschränkungen verkündet wurden, die möglicherweise etliche Wahlberechtigte vom Gang an die Wahlurnen abhielten.

Ins neu gewählte Gremium haben es 15 Frauen und 4 Männer geschafft. Stimmenkönigin wurde Miglena Hristozova mit 613 Stimmen, vor Thelma Basil (602), Cristabel Durán Rangel (587), Lama Sijare (575), Sofia Alemann (569), Kirstie Angstmann (561)
und Helena Domme (528). Aus dem bisherigen Beirat wiedergewählt wurden lediglich Olena Neumann (523 Stimmen) und Lucia Rolim-Schulz (432).

Bemerkenswert ist das Geschlechterverhältnis der Gewählten. Im neuen Beirat wird es fast 80 Prozent Frauen geben (15 Frauen und 4 Männer), während auf dem Stimmzettel noch Männer in der Mehrheit gewesen waren (29 Männer und 23 Frauen).

Gewählt wurde – mit einem strengen Corona-Hygienekonzept zum Schutz der Wahlhelfenden und der Wählenden – in vier Wahllokalen. Der Briefwahlanteil betrug 58,8 Prozent.

Alle weiteren Details zu dieser Beiratswahl sind einer achtseitigen FR.ITZ-Kurzanalyse zu entnehmen, die die Statistikabteilung im Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement erstellt hat. Nachzulesen ist sie auf www.freiburg.de/wahlen.

Veröffentlicht am 15. Dezember 2020