Empört Euch! Engagiert Euch! Gespräch mit Peter Ohlendorf

Empört Euch! Engagiert Euch! Gespräch mit Peter Ohlendorf

18/03/2019

20:00 Uhr - 22:15 Uhr

Pressemitteilung der Kulturinitiative „Interkulturelles Theater“, 19. März 2019

Empört Euch, engagiert Euch!

Noch vor der Europawahl, am 19. Mai 2019 soll die Zivilgesellschaft von Freiburg ein Zeichen setzen für eine demokratische, weltoffene und ökologisch-sozial orientierte Zukunft. Dieses Ziel wurde bei einer Abendveranstaltung am vergangenen Montag (18.3.2019) im Humboldtsaal im Freiburger Hof von Vertreter*innen verschiedener Freiburger Initiativen und Bürger*innen formuliert. Auf dem Podium saßen Jesko Treiber, Sprecher von „Fridaysforfuture“ und Gerda Liebner von „Omas gegen Rechts“, Dr. Nawras Diab, Interkulturelles Theater Freiburg e.V. und Annette Joggerst, Seebrücke, sowie der Friedenspreisträger und Dokumentarfilmemacher Peter Ohlendorf. Die gravierende Weichenstellung durch die anstehende Europawahl, die Tragweite dieser Wahl für das weitere Schicksal von Europa, aber auch der Ernst der Lage in Bezug auf den Klimaschutz kamen zur Sprache. Ziel des Abends war, dass viele unterschiedliche Menschen in Freiburg über Themen miteinander reden, die sie bewegen und gemeinsam aktiv zu werden.

Die Teilnehmer*innen des Abends fassten den Entschluss zu einer großen Kundgebung am 19. Mai in der Innenstadt mit symbolischen Aktionen und unter Beteiligung von vielen Musikgruppen. Danach sollen sich die Kundgebungsteilnehmer*innen in mehrere Stadtteile begeben, um dort mit Veranstaltungen und Kundgebungen Präsenz zu zeigen für ein geeintes Europa, in dem die Menschenrechte geachtet werden. Möglich wäre ein Sternmarsch/bzw. eine Fahrradsternfahrt vom Zentrum in die Stadtteile hinein.

Bereits kommenden Montag wird eine Arbeitsgruppe mit den ersten Planungen beginnen. Im neuen Haus des Engagements, Rehlingstr. 9, können demnächst montags ab 19:00 Uhr die Vorbereitungstreffen stattfinden, zu denen alle Freiburger Initiativen und Interessierte herzlich eingeladen sind. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Beteiligung von Migrant*innen.

Bei den Treffen werden auch Aktionsformen geplant, die eine sichtbare Präsenz im Internet, Filmvorführungen mit anschließender Diskussion in Stadtteilen, Besuch von Stammtischen, Produktion von Filmclips und deren Verbreitung z.B. in der Straßenbahn, Flyerverteilung, Kunstaktionen im Zentrum und in den Quartieren einschließen.

Es soll nicht bei einer Aktion bleiben, sondern darüber hinaus in vielen Formaten und auf vielen Ebenen das Gespräch gesucht werden mit europakritischen Mitbürger*innen. Viele Teilnehmer*innen des Abends denken, dass Druck aufgebaut werden soll auf die Politik, um eine solidarische, menschenfreundliche Politik über Grenzen hinweg durchzusetzen.

Eine Zusammenarbeit mit „Solidarity City“ wird angestrebt. Das Manifest für eine solidarische Stadt haben bereits fünfzig Gruppen aus unterschiedlichen Bereichen und zahlreiche Einzelpersonen unterstützt, so heißt es in einer Pressemitteilung von Solidarity City, mit der „Solidarity City für den 29. Juni zu einer Konferenz in Freiburg einlädt.

Die Veranstaltung am 18. März 2019 geht zurück auf eine Initiative des Interkulturellen Theaters Freiburg e.V. mit der Theatergruppe “Xenophobia”.

 

Interkulturelles Theater

Es wird Zeit, dass in Freiburg deutlich sichtbar Haltung bezogen wird gegen die immer stärker werdenden Tendenzen von Rassismus, Renationalisierung und EU-Feindlichkeit. Anknüpfend an die engagierten Zeiten in den 1980iger Jahren, in denen Freiburg bundesweit Standards gesetzt hat im Widerstand gegen Immobilienspekulation und Atomkraft, soll an diesem Abend konkret über ein deutlich wahrnehmbares zivilgesellschaftliches Eintreten für eine demokratische und weltoffene Zukunft nachgedacht werden. Einzelne Initiativen gibt es bereits, die sich zusammenschließen und breitere bürgerliche Kreise motivieren können, aktiv zu werden. Schüler*innen von Freiburger Schulen gehen gerade mit gutem Beispiel voran und sorgen bundesweit für Aufsehen mit ihrer Forderung nach einer klaren ökologischen Orientierung unserer Gesellschaft. Vielleicht sollten wir auch darüber nachdenken, den Freiburger Protest weiter zu fassen und so auch die Schüler*innen mit einzubinden – schließlich geht es ja insgesamt um eine lebenswerte Zukunft. “Omas gegen Rechts” und die junge Protestbewegung bringen zusammen Freiburg auf Trab.

Veranstaltung des Interkulturellen Theaters Freiburg e.V.