„Internationale Wochen gegen Rassismus“ in Freiburg ONLINE

„Internationale Wochen gegen Rassismus“ in Freiburg ONLINE

13/03/2021 - 08/04/2021

ganztägig

Das Netzwerk respect! lädt ein zu Workshops, Vorträgen, Filmen, Diskussion und Vernetzung. Alles online, ohne Ansteckungsgefahr, dafür mit viel Kreativität und neuen Formaten. FAIRburg ist auch dabei!

Die Corona-Pandemie hat unsere Welt noch immer im Griff. Auch die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Freiburg sind von der Pandemie geprägt. So werden zum einen alle Workshops, Vorträge, Filme und eine Party im digitalen Raum stattfinden. Aber auch inhaltlich setzen sich viele Referent*innen der Reihe mit den sozialen Folgen von Corona auseinander. Denn gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse werden durch die Pandemie sichtbarer und verschärfen sich. Parallel zum Virus verbreiten sich Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Rassismus. Die Veranstaltungsreihe des Netzwerks respect!, die vom 13. März bis zum 8. April 2021 online stattfindet, nimmt Bezug zu aktuellen Entwicklungen, beleuchtet die Hintergründe und zeigt Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien auf.

 

Am Freitag, 19. März hält Peter Bierl um 19.00 Uhr den Vortrag „Scharlatan, Neonazi und Aluhut“ über Verschwörungsideologie und Esoterik in Zeiten von Corona. Passend dazu geht iz3w-Mitarbeiterin Rebekka Blum am Donnerstag, 25. März in ihrem Vortrag um 17.00 Uhr auf antifeministische Entwicklungen bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen ein und arbeitet die Verschränkung von Antifeminismus zu Rassismus, völkischer Ideologie und Antisemitismus heraus. In einem Online-Workshop am Freitag, 26. März ab 17.00 Uhr werfen die Referent*innen Minh Anh Bùi und Akiko Rive von korientation e.V. einen Blick auf unterschiedliche Formen von anti-asiatischen Rassismus und wie sich diese in Folge der Pandemie verstärkt haben. Um konkrete Handlungsstrategien gegen Verschwörungsdenken und rechte Parolen wird es im Argumentationstraining „Von A wie Aluhut bis Z wie Zwangsimfpungen“ der Gruppe Gegenargument am Dienstag, 23. März ab 17.00 Uhr gehen.

 

Der erste Jahrestag des rassistischen Anschlags am 19. Februar 2020 in Hanau und der Anschlag an Jom Kippur 2019 in Halle machen deutlich: rechter, antisemitischer und rassistischer Terror sind in Deutschland bittere Realität. Zu diesem Thema bietet Mathias Wörsching im Eröffnungsvortrag „Warum sind Faschismus und Terror unzertrennlich?“ am 13. März um 18.00 Uhr die theoretischen Hintergründe. Darüber hinaus widmen sich zwei Filme der Reihe der oft kaum beachteten Perspektive der von rechter Gewalt Betroffenen. Am Donnerstag, 18. März, 18.00 Uhr sprechen Mala Reinhardt und Patrick Lohse über ihren Film „Der zweite Anschlag“, der online gestreamt werden kann. Vom 18. bis zum 24. März veranstaltet das Kommunale Kino ein virtuelles Screening des Films “Reconstructing Utøya”, der sich mit den Erfahrungen von Überlebenden des Anschlages auf der Insel Utøa 2011 auseinandersetzt. Auch bei der Veranstaltung “Lernen aus dem NSU-Komplex” der Bildungsinitiative Bilan am Freitag, 19. März von 10.00 bis 13.00 Uhr steht die Betroffenenperspektive im Mittelpunkt. Im Workshop beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Geschichten der Opfer und Betroffenen des NSU und setzen sich mit der Rolle von Medien und Behörden auseinander.

Trotz und wegen Corona wollen wir die „Wochen gegen Rassismus“ nutzen, um uns zu vernetzen. Am Samstag, 20. März stellen sich zwischen 15.00 und 17.00 Uhr verschiedene Gruppen der politischen Bildungsarbeit auf dem virtuellen Platz der alten Synagoge vor. Alle Interessierten können als online-Spielfigur dabei sein: https://plan5.github.io/

Am Abend steigt auf dem Online-Portal eine digitale Party zu den Beats der Bretterbude, die beim „Techno gegen Rassismus“ im Livestream von Radio Dreyeckland erklingen.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie im PDF Dokument im Anhang der Mail sowie auf der Seite: www.respect-freiburg.ne

respect! Freiburger Netzwerk für kritische Bildungsarbeit

www.respect-freiburg.net

Kontakt: iz3w – informationszentrum 3. welt
Katrin Dietrich, E-Mail: bildung@iz3w.org
Rebekka Blum, E-Mail: fernsicht@iz3w.org
Tel: 0761 70752315

Der Internationale Tag gegen Rassismus

Die Vereinten Nationen erklärten 1966 den 21. März zum Welttag gegen Rassismus. Damit sollte an das “Massaker von Sharpville” in Südafrika erinnert werden. Am 21. März 1960 hatte die schwarze Opposition in Sharpville zu einer Demonstration gegen die rassistischen Passgesetze und Kontrollen der weißen Apartheid-Regierung aufgerufen. Tausende versammelten sich an dem Tag friedlich vor dem Polizeipräsidium der Stadt. Die Polizei schoss ohne Vorwarnung mit Maschinengewehren in die Menge: 69 Menschen starben, darunter 10 Kinder, Dutzende wurden verletzt.

— fernsicht im iz3w informationszentrum 3. welt Kronenstr. 16a, 79100 Freiburg Tel 0761 70 75 23 15, E-Mail: bildung@iz3w.org www.fernsicht-bildung.org