Kinofilm BERLIN ALEXANDERPLATZ mit Geflüchteten

Kinofilm BERLIN ALEXANDERPLATZ mit Geflüchteten

16/07/2020

20:00 Uhr - 21:45 Uhr

Kino Apollo

Kaiser-Josef-Straße 270

79098 Freiburg im Breisgau

In der Neuverfilmung des Alfred Döblin Klassikers BERLIN ALEXANDERPLATZ zu den Themen Geflüchtete, Integration und soziale Ungleichheit bzw. den gesellschaftlichen Grenzen für sozialen Aufstieg. Kinostart ist der 16.04.2020. Das Besondere: Der Film verlegt die Handlung des Romans aus den 1920er Jahren in die Gegenwart und adaptiert das diese auf Migranten / Flüchtlinge in Berlin und zeigt so, dass die Thematik der Buchvorlage heute gesellschaftlich aktueller und relevanter denn je ist. Regisseur ist Burhan Qrbani, der selbst afghanische Wurzeln hat, der Film ist hochkarätig besetzt mit Jella Haase, Albrecht Schuch und Joachim Król. Der Film war Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale, hier geht’s zum TRAILER.

In seinem Opus Magnum „Berlin Alexanderplatz“ folgte Alfred Döblin dem Außenseiter Franz Biberkopf auf seinem mühevollen Weg in ein anständiges Leben – ein nahezu aussichtsloses Unterfangen in der anonym-gnadenlosen Großstadt. Die zeitlose Milieustudie aus dem Jahr 1929 übersetzt Burhan Qurbani nun in Leinwandbilder von hypnotischer Wucht – und ins transkulturelle Berlin von heute. In diesem Berlin versucht der Geflüchtete Francis anzukommen und ein ehrliches Leben zu führen. Doch die Versuchung des schnellen Geldes lässt nicht lange auf sich warten. Hinter der unscheinbaren Fassade von Drogenhändler Reinhold verbirgt sich nicht nur eine für Francis zerstörerisch-toxische Freundschaft, sondern die unheilvolle Kehrseite der Metropole, aus deren Strudel es kaum ein Entkommen zu geben scheint…

Porträt Burhan Qurbani (c) 2015 Malik Vitthal

© 2015 Malik Vitthal

Regisseur Burhan Qurbani

Mit BERLIN ALEXANDERPLATZ zeichnet Regisseur Burhan Qurbani ein Großstadtporträt, das den Nerv der Zeit trifft. Die beiden Hauptfiguren Francis und Reinhold besetzt er mit Welket Bungué und Albrecht Schuch, deren intensives Spiel virtuos zwischen Verbundenheit und Verrat, Vertrauen und Niedertracht oszilliert. Jella Haase komplettiert als Mieze das mitreißende und kraftvolle Drama um drei haltlose Seelen in Berlin.

Aus Alfred Döblins Romanklassiker entsteht so die bewegte Geschichte einer Migration, einer Liebe und einer Stadt, die aktueller kaum sein könnte.

Inhalt
„Dies ist die Geschichte von Francis B., meinem Francis. Ihr werdet sehen, wie Francis nach Berlin kommt, wie er dreimal strauchelt und fällt. Wie er immer wieder aufsteht…“

 

BERLIN ALEXANDERPLATZ_Plakat

© 2019 eOne Germany

Auf der illegalen Überfahrt von Afrika nach Europa gerät das Boot, auf dem sich Francis (Welket Bungué) befindet, in einen Sturm. Er schwört, dass er ein guter und anständiger Mensch sein will, wenn er gerettet wird, und seine Gebete werden erhört. Nun ist es an ihm, seinen Schwur auch einzuhalten. Sein Weg führt ihn nach Deutschland, wo er sich redlich darum bemüht, ein ehrliches Leben zu führen. Doch die Umstände machen es ihm nicht einfach. Wie soll man gut sein in einer Welt, die es selbst nicht ist? Bald trifft Francis auf den zwielichtigen deutschen Drogendealer Reinhold (Albrecht Schuch) und die Leben der beiden Männer verbinden sich zu einer düsteren Schicksalsgemeinschaft. Immer wieder versucht Reinhold, Francis für seine Zwecke einzuspannen und dieser widersteht – um schließlich doch jedes Mal nachzugeben und zu fallen. Eines Tages trifft Francis auf Mieze (Jella Haase) und verliebt sich Hals über Kopf. Eine glückliche Zeit beginnt. Aber Reinhold lässt Francis nicht aus seinen Fängen…

Pressenotiz
Sein Gespür für die Randgruppen unserer Gesellschaft, für komplexe und relevante Themen, die mit starker visueller Sprache, spielerischen Erzählformen und eigenwilliger Handschrift für die große Leinwand inszeniert sind, hat Qurbani bereits mit „Shahada“ (2010) und „Wir sind jung. Wir sind stark“ (2014) bewiesen. Für BERLIN ALEXANDERPLATZ konnte er erneut ein außergewöhnliches Schauspielerensemble gewinnen: Die Rolle des Francis spielt Welket Bungué, der 2017 auf der Berlinale mit dem Film „Joaquim“ auf sich aufmerksam machte. Reinhold wird von Albrecht Schuch („Systemsprenger“, „Bad Banks“) verkörpert, Jella Haase („Das perfekte Geheimnis“, „4 Könige“) ist als Mieze zu sehen. In weiteren Rollen sind u.a. Joachim Król („Der Junge muss an die frische Luft“, „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“) und Annabelle Mandeng („Unknown Identity“) besetzt. Das Drehbuch schrieb Qurbani zusammen mit Martin Behnke („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Dark“), Yoshi Heimrath („Wir sind jung. Wir sind stark“, „Das Verschwinden“) führte die Kamera.

Produziert wurde BERLIN ALEXANDERPLATZ von den Produzenten Leif Alexis, Jochen Laube und Fabian Maubach und der Sommerhaus Filmproduktion („Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „In den Gängen“) in Koproduktion mit dem ZDF, in Zusammenarbeit mit Arte. Lemming Film ist der holländische Koproduzent. Gefördert wurde der Film durch das Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) sowie die Film- und Medienstiftung NRW, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Filmförderungsanstalt (FFA), den Deutschen Filmförderfonds (DFFF), Netherlands Film Fund, The Netherlands Film Production Incentive und Eurimages – Council of Europe. Der Film wurde entwickelt mit der Unterstützung von Eurimages und Torino Film Lab. Der Weltvertrieb liegt bei Beta Cinema.

Kinostart am 16. Juli 2020 im Verleih der Entertainment One Germany

Filmshowing in Kooperation mit
Mit Begrüßung zum Film von Mitarbeiter_innen von FAIRburg und Here and Black.

 

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