Leave no one behind!

Griechische Flüchtlingslager evakuieren – JETZT!

In den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln müssen 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen ausharren, es fehlt an allem. Die Lager sind an sich eine permanente Menschenrechtsverletzung. Gegen diese unerträglichen Zustände, gegen die Angriffe der Faschistinnen und nun auch gegen die Corona-Viren, organisieren sich die Menschen vor Ort mit unzureichenden Mitteln und Maßnahmen, um sich selbst, ihre Familien und Freundinnen zu schützen. Jetzt aber läuft die Zeit ab: Gefangen und isoliert auf den Inseln sind sie der Corona-Pandemie ausgeliefert. Tatenloses Zuschauen heißt, die Menschen sterben lassen.

Die deutsche Regierung muss jetzt handeln, muss jetzt evakuieren! Und sie kann es: Weltweit wurden deutsche Tourist*innen mit Flugzeugen zurückgeholt. Wir fordern eine Evakuierung von den griechischen Inseln, mehr als 140 aufnahmebereite Städte sagen:

Wir haben Platz!

Unsere Solidarität endet nicht an nationalstaatlichen Grenzen, sie gilt für alle Menschen! In Zeiten der Corona-Pandemie stehen wir vor neuen Herausforderungen. Gleichzeitig ist es notwendiger denn je, dass wir als Menschen entschlossen dem verkürzten Solidaritätsbegriff entgegentreten. Wie unsere Gesellschaft nach Corona aussieht, wird in diesem Moment verhandelt. Das können wir nicht denen überlassen, die jetzt die Schließung der Grenzen und autoritäre Maßnahmen feiern.

Wir hinterlassen Spuren!

Versammlungen von Menschenmengen sind zurzeit unverantwortlich. Genauso unverantwortlich wäre es aber, angesichts der sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe nicht zu protestieren. Wenn wir nicht gemeinsam demonstrieren können, dann machen wir das nacheinander! Wenn wir uns mit zwei Meter Abstand an der Supermarktkasse anstellen können, dann können wir das auch für Solidarität!

Hier ist Platz! Und wir sagen schon jetzt: Wir kommen und wir kommen wieder. Bis die Inseln evakuiert sind.

Wir lassen niemanden zurück! Leave no one behind!

Danke an unsere Kooperationspartner_innen
Netzwerk für Gleichbehandlung, Radio Dreyeckland mit der Geflüchteten Redaktion Our Voice und Here and Black